Culinaries


E 407
Carrageen
Bedenken | Quelle:

Verwendung:
Vor allem in Milchprodukten, Schlankheits- und Light-Produkte, Wein und Bier; beseitigt Trübungen, Babynahrung, Milchprodukte, z.B. wärmebehandelte Sahne (soll das „Aufrahmen“ verhindern), Milchshakes, Eiscreme, Desserts, Glacen.
Carrageen wird auch in der Kosmetikindustrie verwendet, aber auch in Zahnpasten.
Carrageen ist ohne Höchstmengenbeschränkung (quantum satis) für Lebensmittel allgemein zugelassen. Ausgenommen sind lediglich unbehandelte und solche Lebensmittel, die nach dem Willen des Gesetzgebers nicht durch Zusatzstoffe verändert werden sollen. Carrageen ist unter anderem zu finden in:

Trockenmilch und Dickmilcherzeugnissen

Wärmebehandelter Sahne

Pudding- und Dessertpulver

Eiscreme

Ketchup und Soßen

Süßigkeiten

(qs = quantum satis (wörtlich etwa: ausreichende Menge). Eine Höchstmenge ist nicht vorgeschrieben. Es darf jedoch nur soviel eingesetzt werden, wie für die gewünschte Wirkung unbedingt notwendig ist.)


Bedenken :
Im Tierversuch wurde Geschwürbildungen und Veränderungen im Immunsystem festgestellt.
Carrageen steht im Verdacht, bei entsprechend empfindlichen Personen allergieauslösend zu wirken.
Im Gespräch ist, dass die Aufnahme von wichtigen Nährstoffen und Sprurenelementen im Darm behindert wird.

ADI-Wert: 75 mg/kg Körpergewicht

Carrageen wird vom Körper nicht aufgenommen, sondern unverändert ausgeschieden. Carrageene können allerdings die Aufnahme anderer Lebensmittelinhaltstoffe verringern.

In Tierversuchen zeigte sich, dass Carrageen Zellen des Immunsystems beeinflussen kann. Studien, die diese Effekte für den Menschen bestätigen und die Folgen abschätzen, fehlen bislang.

Carrageen steht darüber hinaus im Verdacht, bei entsprechend veranlagten Menschen allergieähnliche Symptome auslösen zu können.

In Tierversuchen mit so genannten abgebauten (degradierten) Carrageenen kam es zu Geschwürbildungen. Degradierte Carrageene unterscheiden sich vom Lebensmittelzusatzstoff Carrageen E 407 dadurch, dass sie deutlich geringere Molekülgrößen aufweisen. Sie sind für Lebensmittel nicht zugelassen. In Versuchen mit dem intakten nicht degradierten Carrageenen wurden keine derartigen Effekte beobachtet. Auch die in geringem Umfang im Darm anfallenden Abbauprodukte des Lebensmittel-Carrageens riefen keine Schäden hervor. Der Wissenschaftliche Lebensmittelausschuss der Europäischen Kommission (SCF) empfahl daraufhin, den Gehalt degradierter Carrageene in E 407 so gering wie möglich zu halten. Weil zudem ungeklärt ist, ob Carrageen durch den Darm von Säuglingen aufgenommen werden kann, empfahl das SCF darüber hinaus, E 407 nicht für Säuglingsanfangsnahrung zuzulassen (SCF/CS/ADD/EMU/199 Final, 21.02.2003).


Beschreibung :
Natürliches Geliermittel, Verdickungsmittel.
Carrageen ein natürlicherweise in Algen vorkommendes Polysaccharid.
Die Gelierfähigkeit von Carrageen richtet sich nach dem umgebenden Medium. Notwendig ist etwa die Anwesenheit von Calcium und Kalium.
Im Gegensatz zu Agar-Agar E 406 ist Carragen leicht wasserlöslich.
Infolge des hohen Quellvermögens von Carrageen vergrößert sich das Volumen der jeweiligen Lebensmittel. Gleichzeitig verringert sich der Kaloriengehalt.

Beschreibung :
Carrageen ist eine Sammelbezeichnung für eine Gruppe langkettiger Kohlenhydrate (Polysaccharide), die in den Zellen verschiedener Rotalgenarten vorkommen. Als Carrageen für Lebensmittel zugelassenen ist nur eine Mischung bestimmter Carrageenane mit sehr großen Molekülen.

In Abhängigkeit von der Zusammensetzung des Lebensmittels eignet sich Carrageen zur Herstellung sehr stabiler Gele oder auch zäher Flüssigkeiten. Es wird oft in Mischungen mit anderen pflanzlichen Verdickungsmitteln eingesetzt.


Beschreibung :

Toxikologie :

Herstellung :
Meistens aus Rotalgen: Carrageen wird mit Alkoholen wie z.B. Methanol aus den Zellwänden herausgelöst.
Carrageen wird mit Hilfe von heißem Wasser aus Rotalgen gewonnen.


Zulassung :

E 407
Carrageen