Culinaries
Vitamin B5
Pantothensäure
Pantothensäure, auch Vitamin B5, ist ein wasserlösliches Vitamin aus dem B-Komplex und besteht aus den beiden Bestandteilen Pantoinsäure und ß-Alanin.

Aufgabe/Funktion 
Pantothensäure ist nötig für den Aufbau von Coenzym A, welches eine wichtige Rolle im Stoffwechselgeschehen spielt (z. B. im Citratzyklus oder der Fettsäure-Oxidation/-Biosynthese als Acetyl-CoA, Succinyl-CoA, Malonyl-CoA). Es ist beteiligt am Auf- und Abbau von Kohlenhydraten, Fetten, Aminosäuren und an der Synthese von Cholesterin, welches für die Bildung der Steroidhormone gebraucht wird.

Vorkommen 

Pantothensäure in Lebensmitteln

Pantothensäure kommt in praktisch allen Lebensmitteln vor, wobei höhere Gehalte in Fleisch, Leber, Fisch, Hefe, Vollkorn-erzeugnissen und Hülsenfrüchten zu finden sind.

Pantothensäure in 100 g Lebensmittel:

Hühnerei: 1,6 mg
Butter: 47 mg
Erdnuss: 2,7 mg
Broccoli: 1,29 mg
Linsen: 1,57 mg
Erbsen: 1,99 mg
Leber: 6,8 – 7,9 mg
Brathuhn: 0,96 mg

Besonders in Innereien, Vollkornprodukten, Eiern, Nüssen (insb. Pinienkerne), Reis, Obst, Gemüse, Milch und Bierhefe.

Bedarf 
Der Bedarf von 6 mg/Tag wird für gewöhnlich über normale Ernährung gedeckt. Eine Unterversorgung ist sehr selten, kann aber beispielsweise im Zusammenhang mit Darmerkrankungen, Alkoholmissbrauch oder chronischen Entzündungen auftreten.

Mangelerscheinungen 
Ein isolierter Mangel an Pantothensäure als Hypovitaminose ist selten; vielmehr fehlen dem Körper meist auch andere Vitamine der B-Gruppe. Ein Mangel kann zu Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Depressionen, tauben oder schmerzenden Muskeln, Anämie, Immunschwächen und Magenschmerzen führen.

Das burning feet syndrome (burning feet = brennende Füße) tritt nach einem drei- bis viermonatigen Pantothensäuremangel auf. Die Krankheitserscheinungen sind zuerst Kribbeln und Taubheit in den Zehen, gefolgt von Brennen und Stechen in den Füßen. Diese Beschwerden werden von psychischen und neurologischen Erscheinungen wie Muskelverspannung oder Nervenreizzuständen begleitet. Bekannt wurde das Syndrom während des Zweiten Weltkrieges bei Kriegsgefangenen in Burma, auf den Philippinen und in Japan, die an Pantothensäuremangel litten.


Folgen einer Überdosierung 
Bei monatelanger Einnahme von deutlich über 10 g Pantothensäure pro Tag kann es als Hypervitaminose zu leichten Darmstörungen kommen; ansonsten sind keine Nebenwirkungen bekannt.


Geschichte 
Pantothensäure wurde im Jahr 1931 vom amerikanischen Ernährungsbiologen und Biochemiker Dr. Roger Williams als Stoff entdeckt, der das Wachstum von Hefen fördert.

Vitamin B5 | Pantothensäure
Der Organismus nutzt das Vitamin B5, auch Pantothensäure genannt, indem er sie in eine andere lebensnotwendige Substanz umwandelt: das Coenzym A (CoA). Coenzym A ist die aktive Form des Vitamin B5. Das Coenzym A unterstützt den Herzschlag, die Verdauung, die Lungenfunktionen und noch vieles mehr. Das Coenzym A ist an der gesunden Funktion der Nebennieren sowie der Bildung der Nebennierenhormone maßgeblich beteiligt. Die Nebennierenhormone helfen dem Körper mit Stress jeder Art fertig zu werden. Das Coenzym A ist für eine funktionierende Arbeitsweise der Nebennieren dermaßen wichtig, dass das Vitamin B5 auch oft als „Anti-Stress-Vitamin“ bezeichnet wird. Wobei die Pantothensäure nicht zu den essentiellen Vitaminen gezählt wird.


Allgemeines über Vitamin B5

Das Vitamin B5 wurde 1931 entdeckt und gilt seither als das Vitamin gegen Streß, außerdem ist die Pantothensäure als Vitamin für eine gesunde Haut unerlässlich. Das Vitamin B5 wirkt äußerlich angewandt sehr effektiv und ist deshalb in bestimmten Wundheilsalben enthalten. Das Vitamin B5 hilft sowohl bei Schürf- und Brandwunden als auch bei leichteren Verbrennungen und Sonnenbrand. Auch eine begünstigende Wirkung auf den Heilungsprozess nach Operationen wird dem Vitamin B5 nachgesagt. Mit Panthenol, einer der Pantothensäure ähnlichen Substanz, versorgte Patienten erholen sich schneller und mit weniger Nebenwirkungen von einer Operation. Das ging aus einer Untersuchung hervor, die bereits 1959 im American Journal of Surgery veröffentlicht wurde.

Funktionen von Vitamin B5

- Umwandlung in das lebensnotwendige Coenzym A

- Anti-Stress-Wirkung

- Wundheilung

- Schutz gegen Röntgenstrahlen

- Anti-Aging Wirkung (Diese Meinung wird von Dr. R. Williams in seinem Buch „Nutrition against disease“ aus dem Jahr 1971 gestützt.)



Verminderung der Reaktion bei Allergien

- Linderung der Bruxomanie (Zähneknirschen) (Laut einer Untersuchung der Ärzte E. Cheraskin und W.M. Ringsdorf Jr., die im „Dental Survey“ im Dezember 1970 erschienen ist.)


Mangel an Vitamin B5

Die Natur bietet genügend Quellen für Vitamin B5, daher ist ein Mangel bei gesunder, frischer und ausgewogener Ernährung kaum möglich. Anders verhält es sich bei einem Speiseplan, der sich hauptsächlich aus Tiefkühl- und Konservenprodukten zusammenstellt. Bei der Tiefkühlung gehen beim Gemüse 37-57% des Vitalstoffes verloren, Gemüse in Dosen verliert 46-78% seines Vitamin B5 Gehalts. Ähnlich verhält es sich auch bei mehrfach verarbeitetem, ausgemahlenem Getreide und industriell verarbeitetem Fleisch. Durch frisches Gemüse, Vollmehl und Naturreis kann dieser Verlust wieder ausgeglichen werden. Ein mögliches Zeichen von einem Mangel an Vitamin B5 ist eine schlechte Wundheilung.

Vorkommen von Vitamin B5

In naturbelassenen Lebensmitteln ist ausreichend Vitamin B5 enthalten, um den Körper gesund zu halten. Vollkornprodukte z.B. aus ungeschältem Reis, Hafer und Weizen sind ergiebige Quellen. Auch in Eiern ist reichlich Vitamin B5 enthalten.


Überdosierung von Vitamin B5

Vitamin B5 ist auch in hohen Dosen unschädlich. Bei monatelanger Einnahme von deutlich über 10 g pro Tag (durch Präparate) kann es zu leichten Darmstörungen kommen, ansonsten sind keine Nebenwirkungen bekannt.

Vitamin B 5 früher, jetzt Pantothensäure, Vorstufe Dexpanthenol: 'Schönheitsvitamin', 'Energievitamin'. Sie ist wichtig für den Stoffwechsel und den Aufbau der Zellen, sie kommt überall im Körper vor. Im Coenzym A enthalten, das eine wichtige Rolle spielt beim Stoffwechselgeschehen wie Fettumsatz und Überwachung der Hormonproduktion. Ohne dieses Vitamin kann Fett nicht verwertet werden. Allgemein wird die Immunabwehr gestärkt (Antikörper) und die Entgiftung gefördert. Das Haarwachstum und die Bildung der Pigmente werden angeregt und der Hautstoffwechsel überwacht. An der Zuckerverwertung und der Energiegewinnung daraus beteiligt. Besonders wichtig bei gestressten Menschen. Unentbehrlich bei der Wundheilung und zum Schutz der Schleimhäute der Atemwege, bei der Bildung von Bindegewebe und Knorpel. Äußerlich wird das Provitamin bei Kosmetika und zur Wundheilung angewandt, es dringt durch die Haut.

Mangel kommt im allgemeinen nur in Verbindung mit Mangel anderer B-Vitamine vor und kann zu Muskelschwäche oder Muskelkrämpfen, Kopfschmerzen, Erbrechen, nervösen Störungen wie Schlaflosigkeit, Schwäche der Immunabwehr, Haut-, Magen- und Darmstörungen führen. Oft sind der Hintergrund für diese Störungen übermäßiger Antibiotika- bzw. Alkoholkonsum, chronische Lebererkrankungen, Krankheiten des Magen-Darm-Kanals oder auch Diätkuren.- Ergänzung bei Dialysepatienten.

Überdosierungen können zu Durchfall führen, auch Allergien sind möglich bei Beimengung von Pantothensäure in Hautcremes.

Vorkommen in: Champignons, rohen Eiern, Hähnchen, Bäckerhefe, Eier, Hering, Innereien, Lebensmitteln, Leber, Milch, Pute, Rinderfilet, Scholle; Buchweizen, Erbsen, Erdnüssen, Grünem Tee (!), Knollen, Kürbis, (Wasser-)Melonen (!), Shii-Take-Pilzen, Soja, Steinpilzen, Tomaten, Vollkorngetreide, Weizengras, Wurzeln, kann aber auch durch Darmbakterien im Körper hergestellt werden.

Tagesbedarf gem. DGE 6 mg für Männer und Frauen. Bei Stress, Stillen, Schwangerschaft erhöhter Bedarf. - Pantothensäure kann im Gegensatz zu tierischen nur beschränkt aus pflanzlichen Lebensmitteln aufgenommen werden. Sie reagiert empfindlich auf Hitze und Licht, auf Säuren (z.B. Essigsäuren) und Senf, auch auf andere Gewürze. Dies muss besonders bei Salaten beachtet werden.
Dosierung von Vitamin B5
Säuglinge
0-6 Monate
2 mg/Tag
7-12 Monate
3 mg/Tag
Kinder
1-3 Jahre
3 mg/Tag
4-6 Jahre
3-4 mg/Tag
7-10 Jahre
4-5 mg/Tag
11-12 Jahre
4-7 mg/Tag
Personen über 12 Jahre
4-7 mg/Tag
Schwangere, Stillende
10 mg/Tag