Culinaries
Vitamin B2
Riboflavin
Riboflavin, auch Lactoflavin oder Vitamin B2, ist ein Vitamin aus dem B-Komplex. Es wird im Volksmund auch Wachstumsvitamin genannt.

Das Vitamin B2, das auch Riboflavin, genannt wird, wirkt entscheidend an der Zellatmung im menschlichen Körper mit. Vitamin B2 ist Bestandteil von bestimmten Fermenten, die Sauerstoff transportieren. Somit ist Vitamin B2 lebensnotwendig und hält den ganzen Körper gesund.



Beschreibung 
Riboflavin ist ein Derivat des Heterozyklus Pteridin, genauer des Isoalloxazins und des Zuckeralkohols Ribitol. Riboflavin ist in Wasser schlecht löslich, lichtempfindlich, aber sehr hitzestabil, so dass es beim Kochen nicht zerstört wird.

Riboflavin wird aufgrund seiner gelben Farbe auch als Lebensmittelfarbstoff (E101) eingesetzt.


Aufgabe/Funktion 
Riboflavin dient als Vorstufe für Flavin-Koenzyme (FAD, FMN), die insbesondere in Oxidoreduktasen, z. B. NADH-Dehydrogenase, eine große Rolle spielen. Dadurch nimmt es im Stoffwechsel eine zentrale Rolle ein.

Es wird auch gerne zur Kontrolle von Reinigungsprozessen (Flächen, Hände etc.) in der Pharmaindustrie eingesetzt, da es auch in geringer Konzentration bei UV-Licht leuchtet und damit gut sichtbar ist.

Neurologen empfehlen eine Tablette zu 100 mg Riboflavin am Tag zur Prophylaxe gegen Migräne. Statistisch gesehen senkt es die Anfälligkeit um etwa die Hälfte.

In der Literatur zum Thema Migräne wird dagegen, bezugnehmend auf zwei Studien, überwiegend von einer wirksamen Dosis von 400 Milligramm Riboflavin ausgegangen.


Vorkommen 


Es kommt unter anderem in Milch und Milchprodukten aber auVitamin B2 in Lebensmitteln

Besonders viel Vitamin B2 ist in Fisch, Muskelfleisch, Milch- und Milchprodukten, Eiern und Vollkornprodukten enthalten.

Vitamin B2 in 100 g Lebensmittel:

Weizenkeime: 0,72 mg
Weizenkleie: 0,51 mg
Knäckebrot: 0,18 mg
Broccoli: 0,20 mg
Spinat: 0,20 mg
Champignon: 0,45 mg
Sojabohne: 0,5 mg
Milch: 0,18 mg
Joghurt: 0,18 mg
Speisequark: 0,30 mg
Käse: 0,2-0,5 mg
Leber: 2,6-3,17 mg
Hühnerei: 0,41 mg
Mandeln: 0,6 mg

Vitamin B2 (Riboflavin) ist weitgehend hitzestabil. Da beträchtliche Mengen des Vitamins beim Kochen ins Kochwasser übergehen können, sollte dieses mit verzehrt werden. Riboflavin ist auch lichtempfindlich. Deshalb ist es sinnvoll, Milch im Tetrapack oder in braunen bzw. dunklen Flaschen zu verwenden.ch in Gemüse wie Broccoli, Spargel oder Spinat vor, außerdem in Fisch, Muskelfleisch, Eiern und Vollkornprodukten. Der tägliche Bedarf beträgt etwa 1,2 mg und wird üblicherweise durch die normale Nahrungsaufnahme gedeckt.


Der Tagesbedarf an Vitamin B2 liegt zwischen 1,5 mg und 1,7 mg. Bei Kindern liegt der Wert zwischen 0,7 mg und 1,6 mg. Normal wird dieser Bedarf über die normale Nahrungsaufnahme gedeckt. Besonders häufig kommt das Vitamin in Milch und Milchprodukten sowie Gemüse (Broccoli, Spargel, Spinat), Fisch, Fleisch, Eiern und Vollkornprodukten vor.



Mangelerscheinungen (Hypovitaminose)
Ausgrätschen infolge Riboflavinmangel bei einem Küken Bei normaler Ernährung treten keine Mangelerscheinungen auf. Allerdings kann es bei Schwangeren und Alkoholkranken zu Mangelerscheinungen kommen, die sich in Exanthemen, Hautrissen und Lichtüberempfindlichkeit äußern.

Die klassische Mangelkrankheit, an der allerdings neben B2 auch ein Mangel an den Vitaminen B3, B6 und B9 beteiligt ist, heißt Pellagra. Sie war früher die Krankheit der armen Landbevölkerung. Der Name kommt aus dem lateinischen und bedeutet „rauhe Haut“, denn die Krankheit beginnt immer mit typischen Veränderungen an Hautpartien, die der Sonne ausgesetzt sind. Die Krankheit konnte damals mit Hefe geheilt werden, da diese sehr viel Vitamin B2 enthält.

In der Migräne-Forschung wird vermutet, dass Migräne-Patienten an einer Unterversorgung des Hirnstoffwechsels mit Riboflavin leiden können, der durch die Zuführung von entsprechend mehr Vitamin behoben oder gelindert werden kann.


Überdosierung (Hypervitaminose) 
Überdosierungen sind beim Menschen nicht bekannt. Die Toxizität von B2 ist sehr gering.


Geschichte
Vitamin B2 wurde 1920 erstmals aus Eiern isoliert.


Riboflavin-5-phosphat 
Aus Riboflavin wird auch Riboflavin-5-phosphat hergestellt, ein Lebensmittelfarbstoff mit der E-Nummer E 101a (früher E 107).

Tipp:

Vitamin B2 ist in Wasser schlecht löslich und sehr hitzestabil, so dass es beim Kochen nicht zerstört wird. Nahrungsmittel die Vitamin B2 enthalten sollten jedoch lichtgeschützt gelagert werden. Forscher vermuten, dass Migräne durch die Zuführung von Vitamin B2 gelindert werden kann.

Allgemeines über Vitamin B2

Vitamin B2 – Riboflavin ist am Stoffwechsel des gesamten Organismus maßgeblich beteiligt. Der Abbau von Fetten, Eiweißen und Kohlehydraten sind nur drei Punkte auf der Aufgabenliste von Vitamin B2. Es ist Bestandteil in fast allen lebenden Zellen. Besonders hoch konzentriert ist dieser Vitalstoff im Auge.

? Funktion von Vitamin B2

- Atmung der menschlichen Zellen - Gesundheit des hautbildenden Gewebes - Blutbildung - Entgiftende Wirkung gegen Umweltverschmutzung und Drogen: Vitamin B2 ist unverzichtbar in der Schwangerschaft für Mutter und Kind!

Mangel an Vitamin B2

Die eigene Zunge gibt Aufschluss über Vitamin B2 - Mangel. Wenn die Zunge dunkelrote violett gefärbt ist und gereizt aussieht, ist ein Mangel an Vitamin B2 wahrscheinlich, vor allem dann, wenn man in letzter Zeit unnatürlich nervös war oder unter Verdauungsstörungen gelitten hat. Risse an den Mundwinkeln, Linien, die von den Lippen wegführen, unnatürlich fettiges Haar und schuppige Haut um die Nase, Augenbrauen und den Haaransatz sind weitere Symptome für einen möglichen Vitamin B2 Mangel. Da bei einem Mangel an Vitamin B2 allerdings eine Vielzahl unspezifischer Symptome auftreten können, muss zu einer genaueren Diagnose jedoch auf jeden Fall ein Arzt konsultiert werden.

? Vorkommen von Vitamin B2

Besonders bedeutend für die Versorgung des Organismus mit Vitamin B2 sind Milch, Käse, Eier, Getreide und Blattgemüse. Ebenso enthalten Fleisch, Innereien und Fisch sowie Hefe viel Vitamin B2.

Vitamin B 2 oder Riboflavin (E 101), früher Laktoflavin: Licht- und wärmeempfindlich. Antioxidans. Es sorgt für gesunde Haare, Nägel, Haut und Schleimhaut, und es entfaltet als Co-Enzym nur zusammen mit einem Enzym seine Wirkung, nämlich beim Stoffwechsel von Eiweiß, Fetten und Kohlehydraten (Zucker), auch von Atmungsfermenten. Die Sehkraft wird günstig beeinflusst, vor allem die Anpassung an dem Wechsel von grellem Licht zu Dunkelheit, das Risiko eines Grauen Stars gesenkt, die Entgiftung über die Leber unterstützt. Es fördert das Körperwachstum, die Gesundheit von Haaren und Haut und ist beteiligt an der Fortpflanzung. Fehlen noch andere B-Vitamine, wiegt ein Mangel doppelt schwer. Es füllt die Energiereserven in den Zellen wieder auf. Gemäß einer Studie in Liège ist es besonders wirkungsvoll bei mittlerem Migräneaufkommen gegen die Schmerzattacken, Wirkung nach 8 Wochen. Es ist an der Bildung von Glutathion beteiligt.

Mangel: Mangelerscheinungen sind Lichtempfindlichkeit und Schleimhauterscheinungen im Bereich Lippe/Nase (rissig, trocken), Mundwinkel eingerissen, Zunge rissig und geschwollen, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Schädigung der Gewebsatmung, Magen- und Darmerkrankungen, verminderte Eisenverwertung, Beeinträchtigung der Schilddrüsenfunktion, Entzündung der Schleimhäute, Nachlassen der Sehschärfe. Junge Frauen haben oft ein Defizit, möglicherweise durch Abmagerungskuren, Pille, Schwangerschaft und Stillen. Auch Senioren haben oft Mangelerscheinungen.

Überdosierung: Keine Nebenwirkungen bei überhöhten Dosen bekannt.

Vorkommen in: Aal, Bierhefe, Camembert, Eigelb, Fleisch (Kalb-, Rind-, Schweine-), Hering, Käse, Seelachs, Leber, Matetee, Milch (!), Molke, Niere, Scholle; Avocados, Bananen, Bohnen, Brokkoli, Buchweizen, Erbsen, dunkelgrünem Gemüse, Gerstengrassaft, Ginseng, grünem Tee, Grünkohl, Heidelbeeren, Hirse, Kartoffeln, Kichererbsen, Kirschen, Kohl, Kopfsalat, Kürbiskernöl, Mandeln, Mangold, Möhren, Papayas, Pilzen (Champignons (!) und Shii-Take-Pilzen(!), Schopftintling), Porree, Radies, Rettich, Rote Bete, Sesam, Soja, Schwarzwurzeln, Sonnenblumenkernen, Spinat, Tomaten und Vollkorngetreide (Weizenkeime), Weizengras. Tagesbedarf gem. DGE 1,4 für Männer, 1,2 mg für Frauen. Erhöhter Bedarf bei Schwangerschaft und Stillzeit. Dasselbe gilt bei erhöhtem Konsum von Eiweiß. Es kann nicht vom Körper selbst gebildet werden. - 1/4 l Milch liefert 26% des täglich benötigten Vitamins B 2.
Dosierung von Vitamin B2
Säuglinge
0-12 Monate
0,4 - 0,6 mg/Tag
Kinder
1-3 Jahre
0,8 mg/Tag
4-6 Jahre
1 mg/Tag
7-10 Jahre
1,4 mg/ Tag
11-14 Jahre m:
1,6 mg/Tag;
11-14 Jahre  w:
1,3 mg/Tag
15-18 Jahre m:
1,7 mg/Tag
15-18 Jahre w:
1,3 mg/Tag
Jugendlicher und Erwachsene
19-22 Jahre m:
1,7 mg/Tag
19-22 Jahre w:
1,3 mg/Tag
23-50 Jahre m:
1,6 mg/Tag
23-50 Jahre w:
1,2 mg/Tag
Über 50 Jahre m:
1,4 mg/Tag
Über 50 Jahre w:
1,2 mg/Tag
Schwangere
1,6 mg/Tag
Stillende
1,8 mg/Tag